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Wasserqualität2016-10-12T09:48:28+00:00
Inhibitierungsanlage zur Härtestabilisierung im Wasserwerk Lechtingen

Inhibitierungsanlage zur Härtestabilisierung im Wasserwerk Lechtingen

Das Wasser der Wasserversorgung Wallenhorst ist von ausgezeichneter Qualität. Es wird weder gechlort noch in anderer Weise chemisch aufbereitet oder enthärtet. Der relativ hohe Härtegrad des Wassers (Härtebereich „hart“) ist zwar unvorteilhaft für elektrische Geräte, die das Wasser aufheizen (zum Beispiel Waschmaschine, Geschirrspüler, Boiler und Wasserkocher), aber aufgrund der enthaltenen Mineralien für den menschlichen Genuss und unsere Gesundheit hervorragend geeignet. Wegen dieses Gesundheitsaspekts verzichtet die Wasserversorgung Wallenhorst auch auf eine Behandlung des Wassers und gibt das naturbelassene Element – sozusagen quellfrisch – ins Netz.

Im Wasserwerk Lechtingen, also im Versorgungsbereich Rulle – Lechtingen – Wallenhorst, wird lediglich mittels einer sogenannten Inhibitierungsanlage eine Härtestabilisierung des Wassers vorgenommen.

Im Versorgungsbereich Pye – Hollage wird das Wasser, so wie es aus der Tiefe gewonnen wird, ins Netz und in die Sammelbehälter gefördert. Die Brunnen hier liefern ein weniger hartes Wasser als die im Bereich Rulle– Lechtingen – Wallenhorst, sodass in diesem Versorgungsnetz auf eine Härtestabilisierungsanlage verzichtet werden kann.

Härtestabilisierung

Mit der Inhibitierungsanlage der Firma Aquakorin (www.aquakorin.de) wird dem Wasser in geringer Dosierung (max. 15,5 ml/m³ = max. 20,9 g/m³ ; Anmerkung: das ist ein knappes Schnapsglas voll auf 1000 Liter Wasser) eine Ortho- Polyphosphat- Lösung zugegeben. Diese bewirkt, dass sich in den Rohrleitungen rundherum eine Deck- bzw. Schutzschicht ausbildet, die besonders dem Korrosionsschutz der Leitungen dient. So wird verhindert, dass z.B. bei im Hause verlegten Kupferleitungen unnötig Kupfer gelöst wird. Kupfer kann in erhöhter Konzentration beim Verzehr besonders bei gesundheitlich bereits geschwächten Personen belastend und schädlich sein. Die Wirksamkeit des Inhibitier-Verfahrens hat sich bereits anhand von Analysen des Klärschlamms der Kläranlage Rulle bestätigt, deren Kupfergehalt seit Anwendung des Verfahrens kontinuierlich abgesunken ist.

Die zugesetzte Ortho- Polyphosphat- Lösung entspricht den Anforderungen der DIN EN 1212 und der Trinkwasserverordnung und ist vom DVGW (Deutsche Vereinigung des Gas- und Wasserfaches e. V. – Technisch-wissenschaftlicher Verein; www.dvgw.de) als Zusatzstoff zugelassen. Geschmacklich wird des Wassers durch die Zugabe des Mittels nicht beeinträchtigt, die Härte des Wassers wird auch nicht verringert (es wird dem Wasser also kein Kalk entzogen), sondern lediglich so stabilisiert, dass die Korrosion an den vom Wasser durchströmten Metallteilen gehemmt wird und sich weniger Kalk an Heizspiralen etc. absetzt.

Übrigens: Eine über mehrere Wochen im Wasserwerk Lechtingen unter jeweils gleichen Bedingungen betriebene Versuchsanlage mit zwei parallel geschalteten Durchlauferhitzern – einer versorgt mit ‚behandeltem‘ einer mit ‚unbehandeltem‘ Wasser – hat diese Wirkung im direkten Vergleich eindeutig belegt: Weniger Verkrustungen am Heizstab, weniger Stromverbrauch zum Erhitzen = längere Lebensdauer des Gerätes, weniger Stromkosten für den Verbraucher.