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Allgemein zum Thema Wasser

Tap with dripping waterdrop. Water leaking and saving concept.

Wasserhahn mit Tropfen

Die Wasserhärte ist ein Maß für den Gehalt an gelösten, natürlich vorkommenden Calcium- und Magnesiumverbindungen im Wasser. Diese Mineralstoffe bewirken eine Geschmacksverbesserung des Wassers. Bei Erhitzung setzen sie sich jedoch in elektrischen Geräten beispielsweise an den Heizstäben als weißliche oder bräunliche Kruste ab. Gemessen wurde die Wasserhärte früher in °dH (Grad deutscher Härte), neuerdings in mmol/l (Milli- Mol pro Liter).

Bei weichem Wasser sind die Kalkablagerungen minimal, je härter das Wasser, desto intensiver die Kalkablagerungen. Weitere Einzelheiten sowie die Angaben zur Waschmitteldosierung etc. entnehmen Sie bitte der Tabelle Härtegrade.

Zur Montage vorbereiteter Hydrant

Zur Montage vorbereiteter Hydrant

Um einzelne Stränge des großflächigen Rohrnetzes bei Reparatur- oder Netzerweiterungsarbeiten vom übrigen Wassernetz trennen zu können, sind in bestimmten Abständen Streckenschieber in die Leitungen integriert. Hier kann im Bedarfsfall der entsprechende Leitungsstrang abgedreht werden. Hydranten sind öffentliche Außenzapfstellen, an die die Feuerwehr ihre Löschrohre anschließen kann. In Neubaugebieten wird hier außerdem den Bauherren in der Bauphase die Möglichkeit gegeben, mit einem Standrohr Wasser zu entnehmen.

Jedes Haus erhält über eine Hausanschlussleitung eine eigene Verbindung zur Hauptwasserleitung. Damit auch diese Leitungen bei Bedarf einzeln vom Netz getrennt werden können, wird ebenfalls in die Hausanschlüsse jeweils ein Schieber eingebaut.

Beschilderung Wasserschutzgebiet

Beschilderung Wasserschutzgebiet

Um das Grundwasser zu schützen, werden Schutzgebiete ausgewiesen. Lage und Größe sind abhängig von der zulässigen Fördermenge und den geologischen Verhältnissen.

Zur Ausweisung sind Anträge mit umfangreichen Plänen und Gutachten erforderlich. Die Genehmigung erteilt der Landkreis Osnabrück. Von der Antragstellung bis zur Genehmigung vergehen in der Regel etwa zehn Jahre.

Die Schutzzonen werden in drei Bereiche unterteilt:

SchutzzoneBeschreibung
Zone IHier handelt es sich um das direkte Umfeld der Brunnen. Diese Zone ist grundsätzlich eingezäunt. Hier sind die Auflagen am strengsten.
Zone IIDiese Zone grenzt an die Zone I an. Die Größe ist abhängig von der Beschaffenheit des anstehenden Bodens. Die Auflagen sind geringer als bei der Zone I, jedoch höher als bei der Zone III.
Zone IIIDiese Zone umfasst das gesamte Einzugsgebiet. Die Größe ist so festgelegt, dass die Grundwasserneubildung größer ist als die zulässige Maximalförderung.
Im Osnabrücker Raum fällt jährlich ein Niederschlag von statistisch etwa 780 Millimeter, das sind pro Quadratmeter Fläche rund 780 Liter. Auf das Gemeindegebiet bezogen ist das eine Menge von circa 37 Millionen Kubikmeter. Die derzeitige Fördermenge liegt bei etwa vier Prozent dieser Menge. Die Grundwasserneubildung ist abhängig von den geologischen Verhältnissen.

Bei der Genehmigung von Grundwasser-Entnahmerechten achtet der Landkreis Osnabrück darauf, dass die nachgewiesene Grundwasserneubildung immer höher ist als die Förderung, sodass keine Absenkung des Grundwasserspiegels droht.

Hydranten-Hinweisschild

Hydranten-Hinweisschild

Die Feuerwehr muss im Bedarfsfall schnell über den nächstgelegenen Hydranten Wasser zapfen können. Dies muss sowohl im Winter sichergestellt werden, wenn eventuell eine dichte Schneedecke die Hydrantenkappen verdeckt, als auch im Dunkeln oder bei Überlagerung der Kappen mit Straßenschmutz oder Grasbewuchs. Über die Beschilderung ist auch dann der nächste Hydrant sicher auffindbar. Daher ist es wichtig, dass die Schilder nicht zerstört oder unleserlich gemacht werden.

Beispiel

Streckenschieber-Hinweisschild

Streckenschieber-Hinweisschild

Die rot umrandete Tafel weist auf einen Hydranten (H) hin, der in eine Wasserleitung DN 100 (100 mm = 10 cm Leitungs-Innendurchmesser) eingebunden ist. Die anderen Zahlen beziehen sich auf die Lage des Hydranten. Man findet ihn in einer Entfernung von 0,8 Meter nach links und 2,5 Meter nach vorne vom Schild.

Die blauen Hinweisschilder beinhalten in gleicher Form Angaben zu Streckenschiebern (S), über die man bei Bedarf (zum Beispiel bei Reparaturarbeiten) einzelne Rohrstränge abschiebern kann.

Ratgeber

Tap with dripping waterdrop. Water leaking and saving concept.

Wassertropfen am Hahn.

Vielleicht sind auch Sie schon einmal von einem Telefon-Werber angerufen worden, der Ihnen mitgeteilt hat, dass unser Wasser sooo kalkhaltig ist, dass Sie unbedingt etwas dagegen unternehmen müssten? Vielleicht hat er Ihnen auch dramatisch beängstigend ausgemalt, was passieren würde, wenn Sie nicht sein Produkt verwenden? Derart aggressive Werbung betreiben einige Hersteller von Wasserenthärtern bzw. deren Vertrieb.

Deren Ziel ist natürlich, ihre Geräte zu verkaufen – und das zu einem möglichst hohen Preis. Selbstverständlich können Sie sich solche Geräte für teures Geld in Ihre Hausinstallation einbauen lassen. Der Nutzen der Anlagen ist aber nicht bei allen Herstellern und Verfahren nachweisbar, sodass sie zwar mehr oder weniger teuer sind, aber nicht unbedingt wirksam. Zumindest richten sie in der Regel keinen Schaden an – außer dass Sie sich das Geld eventuell hätten sparen können. Auf diesem Terrain wird leider viel Scharlatanerie betrieben und mit Halbwahrheiten oder unbewiesenen Fakten geworben.

Dass diese Geräte sogar bei unserem harten Wasser entbehrlich sind, zeigt allein die Tatsache, dass die absolute Mehrzahl der angeschlossenen Haushalte in Wallenhorst seit Jahren oder Jahrzehnten ohne sie ausgekommen ist. Wenn Sie trotzdem eine Entkalkung Ihres Wassers beabsichtigen, lassen Sie sich hierüber in einem hiesigen anerkannten Sanitärhandel oder Fachbetrieb beraten.

Diese Frage taucht immer wieder auf, wenn sich Verbraucher über verkalkte Wasserkocher, Kaffeemaschinen oder die unansehnlichen Kalkflecken ärgern, die im Bad an Fliesen und Armaturen zurück bleiben, wenn man die Wassertropfen nicht gleich wegwischt. Auch den Teetrinkern ist der hohe Kalkgehalt ein Dorn im Auge.

Klar ist: Die WVW ist zu einer zentralen Enthärtung des Trinkwassers nicht verpflichtet. Ihr Wasser entspricht in allen Parametern der Trinkwasserverordnung (TrinkwV), wird regelmäßig entsprechend der TrinkwV untersucht und darf so, wie es gefördert wurde, ins Netz gegeben werden. Auch in der am 1. Januar 2003 in Kraft getretenen TrinkwV sind die Wasserversorger in Deutschland aus guten Gründen selbst bei härteren Wässern nicht verpflichtet worden, Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Hinzu kommt, dass unser Wasser nicht übertrieben hart ist, denn es ist seit Jahrzehnten sowohl im Bereich Pye/Hollage als auch im Bereich Rulle/Wallenhorst/Lechtingen dem Härtebereich „hart“ zuzuordnen. Die aktuellen Werte können Sie der Härtegradtabelle entnehmen.

Zur Erläuterung: Man unterscheidet beim Trinkwasser seit dem 1. Februar 2007 drei Härtebereiche, die aber keine qualitative Abstufung darstellen, sondern sich lediglich auf den Gehalt an den Härtebildnern (Ca- und Mg- Verbindungen) beziehen:

HärtebereichGesamthärte
in Millimol pro Liter
Gesamthärte
in Grad deutscher Härte
Härtebereich „weich“bis 1,5 mmol/lbis 8,4 °dH
Härtebereich „mittel“von 1,5 bis 2,5 mmol/lvon 8,4 bis 14,0 °dH
Härtebereich „hart“mehr als 2,5 mmol/lüber 14,0 °dH

 

Trotzdem ist der Ruf der Kunden nach einer zentralen Wasserenthärtung durchaus verständlich, denn dies hätte zugegebenermaßen einige Vorteile für die Verbraucher.

Die wichtigsten: weniger Kalkablagerungen in den Küchengeräten (Wasserkocher, Kaffeemaschine, Waschmaschine, Boiler, …), weniger Ablagerungen in den zentralen Warmwasseranlagen (Heizung, Warmwassertherme, Durchlauferhitzer, …), dadurch längere Lebensdauer der Geräte und verringerter Energieverbrauch, weniger Kalkflecken an Armaturen und Fliesen in Bad, WC und Küche, weniger Waschmittelverbrauch bei der Wäsche, – insgesamt also weniger Umweltbelastungen, weniger Kosten und kaum unappetitliche Rückstände bei der Teezubereitung.

Warum macht die WVW das dann nicht?

Prinzipiell wäre eine zentrale Enthärtung des Wassers ‚ab Werk‘ möglich und wird bei manchen Wasserversorgern mittels verschiedener technischer Verfahren praktiziert. Diese enthärten ihr Wasser in der Regel aber nur dann, wenn der Härtegrad des Wassers weit im Härtebereich „hart“ und z.B. über 24° dH liegt oder wenn auf Grund anderer, vom Gesundheitsamt geforderter Wasseraufbereitungsmethoden die Enthärtung quasi als ‚Nebenprodukt‘ sowieso mit anfällt. Dann wird in der Regel der Kalkgehalt in einem wirtschaftlichen Rahmen von Härtebereich „hart“ auf Härtebereich „mittel“ reduziert (z.B. auf 10° dH). Technisch wäre auch eine vollständige Enthärtung möglich, aber diese wäre einerseits unwirtschaftlich und verursachte andererseits Probleme an anderer Stelle.

Beide Gründe kommen aber bei der WVW gar nicht zum Tragen. Denn zum einen liegt deren Wasser nicht in dem extremen Härtebereich, und zum anderen ist wegen der bereits natürlich vorhandenen hohen Qualität des Wassers eine Aufbereitung gänzlich unnötig.

Die Kehrseite der Medaille

Hinzu kommt, dass bei zentraler Wasserenthärtung durch die WVW auch Nachteile in Kauf zu nehmen wären.
Da bei uns das Trinkwasser aus insgesamt acht Brunnen gefördert wird, die räumlich weit auseinander in verschiedenen Ortsteilen liegen, wären mindestens drei unabhängige, zentrale Enthärtungsanlagen nötig. Diese würden nicht nur sehr hohe Investitionskosten für jedes einzelne Werk verursachen, sondern auch hohe laufende Unterhaltungskosten nach sich ziehen. Als zusätzliche Aufbereitungsstufe wären diese Anlagen zudem eine weitere mögliche Quelle für Störungen und Verkeimungen (erhöhtes Gesundheitsrisiko für die Verbraucher).

Darüber hinaus würde auch Wasser enthärtet, das eine Enthärtung gar nicht nötig hätte bzw. wo eine Enthärtung gar unerwünscht wäre, weil es z.B. zur Gartenbewässerung, zum Verzehr (Verlust wertvoller Mineralien, die z.B. für den Knochenbau wichtig sind) oder in Industriebetrieben verwendet wird. Und schließlich bekäme jeder Verbraucher die zentrale Enthärtung sehr deutlich in seiner Geldbörse zu spüren: Der Wasserpreis würde durch die zusätzlichen Investitionen der Enthärtungsanlagen und deren laufenden Betrieb erheblich steigen. Man kann davon ausgehen, dass sich der jetzige, sehr günstige Preis mindestens verdoppeln würde.

Erfahrungen bei anderen Wasserversorgern zeigen, dass sich eine Veränderung des Härtegrades zudem negativ auf das bestehende Leitungsnetz auswirken kann. Das Ablösen vorhandener Verkrustungen in den Rohren und damit verbundene Trübungen des Wassers sind da noch das harmlosere Übel – Rohrbrüche in der Umbauphase durch veränderte Betriebsbedingungen und Fließrichtungen könnten im Extremfall manchen Verbraucher ‚trocken‘ legen. Auch in den privaten Hausinstallationen könnte das weichere Wasser später dauerhaft zu Problemen führen (Rostwasser, Erhöhung der Eisenabgaberate, …). Eine Verringerung des Kalkgehaltes zieht neben den gesundheitlichen Nachteilen überdies eine geschmackliche Veränderung des Wassers nach sich.

Also die Hände in den Schoß legen und nichts tun?

So unproblematisch, wie man meinen könnte, ist eine zentrale Enthärtung also nicht. Aber tatenlos ist die WVW gegenüber diesem Anliegen der Verbraucher trotzdem nicht geblieben. Um dem Wasser im Bereich Lechtingen/Wallenhorst/Rulle ein wenig seiner nachteiligen Härte-Eigenschaften zu nehmen, wurde im Wasserwerk Lechtingen nämlich eine Anlage zur Härtestabilisierung installiert. Diese entzieht dem Wasser aber keinen Kalk. Vielmehr werden die enthaltenen Härtebildner (Calcium- und Magnesiumve